3G-Nachweis und Kontaktdaten – einfach zerreißen reicht nicht!

— Veröffentlicht 28.03.2022

3G-Nachweis und Kontaktdaten – einfach zerreißen reicht nicht!

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetztes vom 20.3.2022 ist auch die
Verpflichtung zum Nachweis der Impfung, der Genesung oder der Negativ-Testung (3G-
Nachweis) am Arbeitsplatz entfallen. Hierauf weist die LDI NRW in ihrer Pressemitteilung vom 23.3.2022 hin.

Angesichts steigender Corona-Zahlen gewann für Unternehmen die Erfassung von
Gesundheitsdaten der Beschäftigten an Bedeutung, um den Betrieb trotz der Risiken durch
SARS-CoV-2 aufrechtzuhalten. Dabei wurden die Arbeitgeber*innen verpflichtet zu
überwachen, ob die Beschäftigten geimpft, genesen oder getestet sind. Dazu sollte eine
tägliche Nachweiskontrolle durchgeführt und dokumentiert werden. Geregelt wurde das
durch das Infektionsschutzgesetz des Bundes (§ 28b Abs. 3 Satz 1 IfSG a.F.).

Dass im Zuge der Pandemie gesammelte Daten wieder gelöscht oder vernichtet werden
müssen, ist nicht neu. So ist bereits die Pflicht zur Kontaktdatenerhebung für bestimmte
Wirtschaftsbereiche entfallen, als am 20.8.2021 die „Corona-Schutzverordnung“ der NRW-Landesregierung geändert wurde. Allerdings kann sie seitdem noch weiterhin durch die Städte und Gemeinden als örtliche Ordnungsbehörden angeordnet werden.

Ein Zerreißen von Hand sei nicht ausreichend. Wie Datenträger datenschutzkonform vernichtet werden können, regelt unter anderem die DIN 66399. Für das Löschen personenbezogener Daten durch Aktenvernichter sind Geräte der Sicherheitsstufe 4 oder höher gemäß dieser DIN geeignet.

Praxishinweis: Mit der Sammlung personenbezogener Daten aufgrund einer Rechtsgrundlage muss auch die datenschutzkonforme Vernichtung der Daten geplant und umgesetzt werden. Ein nachvollziehbares Löschkonzept ist insoweit dringend erforderlich.

[Quelle: PM LDI NRW vom 23.3.2022]